Die positiven Eigenschaften von Spirulina
1. EINLEITUNG
Spirulina besteht hauptsächlich aus Proteinen und enthält alle für unseren Organismus essenziellen Aminosäuren. Darüber hinaus ist es reich an Vitaminen, Mineralien und Wirkstoffen, die sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken.
Spirulina kann gefahrlos verzehrt werden. Seine Unschädlichkeit als Nahrungsmittel wurde durch die jahrhundertelange Verwendung und genaueste toxikologische Studien erwiesen (siehe Studie 5-8).
2. SPIRULINA UND DAS IMMUNSYSTEM
Unser Immunsystem verteidigt unseren Körper gegen Krankheitserreger wie Bakterien, Viren und andere Parasiten sowie gegen Krebszellen und alle als fremd oder von außen kommend erkannte Substanzen.
Es ist einwandfrei erwiesen, dass unsere Abwehr durch Nährstoffmangel erheblich geschwächt wird. Daher ist eine ausgewogene Ernährung so wichtig. Auch der Verzehr bestimmter Pflanzen, Algen oder Pilze kann eine positive oder negative Wirkung auf unser Immunsystem haben (siehe Studie 29).
Die äußerst positive und hohe Wirkung von Spirulina wurde in zahlreichen Studien nachgewiesen (siehe Studie 10-28). Weitere Studien zeigen, dass Spirulina immunmodulatorisch wirksam ist. Das bedeutet, dass es allergische Reaktionen unseres Körpers nicht erhöht, sondern sie im Gegenteil reguliert (siehe Studie 29-32).
3. SPIRULINA UND ANTIOXIDANTIEN
Zahlreiche Studien (epidemiologische Studien, Interventionsstudien und klinische Studien) kommen zu dem Ergebnis, dass ein enger Zusammenhang zwischen der Einnahme von Antioxidantien und chronischen Krankheiten wie Krebs, kardiovaskulären Erkrankungen, grauem Star und vorzeitiger Alterung besteht. Obst und Gemüse sind unsere wichtigsten Quellen für Antioxidantien. Dennoch haben verschiedene Untersuchungen gezeigt, dass 77% der erwachsenen Bevölkerung nicht ausreichend davon zu sich nehmen.
Mit Spirulina können unserem Organismus zahlreiche notwendige Antioxidantien zugeführt werden: Karotinoide wie Betakarotin und Zeaxanthin, Enzyme wie Hyperoxid-Dismutase oder auch Phycocyanin.
Studien haben gezeigt, dass der Verzehr von Spirulina positive Auswirkungen auf die Verhinderung und Verringerung von Erkrankungen wie Krebs, kardiovaskuläre Krankheiten und vorzeitige Alterung hat (siehe Studie 33-44).
4. SPIRULINA UND KREBS
Doll und Peto bewiesen als erste Wissenschaftler 1981, dass 35% der krebsbedingten Todesfälle mit der Ernährung zu tun haben (siehe Studie 58).
Seitdem wurde dieser Zusammenhang in zahlreichen Studien nachgewiesen. In diesen Studien wurde außerdem gezeigt, dass bestimmte Stoffe in unserer Nahrung vorbeugende Eigenschaften besitzen und konventionelle Therapien positiv ergänzen und gleichzeitig deren Nebenwirkungen verringern können. Beispielsweise wurde nachgewiesen, dass Obst und Gemüse, das reich an Antioxidantien wie Vitamin C, E und Betakarotin ist, vor verschiedenen Krebsarten schützt (siehe Studie 59-60).
Die physiologische Alterung unseres Immunsystems, insbesondere durch Freie Radikale, soll die Entwicklung von Krebs, Autoimmunerkrankungen und eine größere Infektionsanfälligkeit zur Folge haben (siehe Studie 61).
Mehrere Studien lassen erkennen, dass Spirulina mit seiner Wirkung auf das Immunsystem einen guten Schutz vor mehreren Krebsarten bietet, und zwar durch eine direkte Reparaturwirkung auf die DNA und durch den Schutz vor Freien Radikalen und vor giftigen Substanzen aus unserer Umwelt (siehe Studie 46-62).
5. SPIRULINA UND VIREN (HIV – Herpes)
Mehrere Pflanzen- und Algenextrakte haben bakterizide und viruzide Eigenschaften. Gesamtextrakte aus Pflanzen enthalten oft mehrere Bestandteile, die synergetisch zusammenwirken und es ermöglichen, ihre Wirkung noch zu verstärken und gleichzeitig das Resistenzrisiko herabzusetzen. Wie bereits erwähnt sind darüber hinaus einige Naturprodukte ebenfalls immunmodulatorisch wirksam und erhöhen damit die Schutzwirkung vor Viren und Bakterien.
In-vitro- und Tierversuche in verschiedenen Modellen zeigen eine antivirale Wirkung von Spirulina (siehe Studie 63-71). Spirulina kann somit eine interessante Rolle bei HIV-Patienten spielen. Es wirkt nicht nur auf den Virus selbst, sondern auch auf andere virale oder bakterielle Infektionen beim HIV-Kranken.
6. SPIRULINA UND CHOLESTERINSPIEGEL (HYPERLIPIDÄMIE)
Kardiovaskuläre Erkrankungen sind momentan weltweit die häufigste Todesursache. Der direkte Zusammenhang zwischen einem erhöhten Cholesterinspiegel und kardiovaskulären Erkrankungen wurde in zahlreichen experimentellen und epidemiologischen Studien nachgewiesen.
Verschiedene Studien an Menschen und Tieren zeigen, dass Spirulina den Cholesterinspiegel senkt (siehe Studie 73-82). In diesem Rahmen kann also die Zuführung von Spirulina nützlich sein, einerseits wegen seiner direkten Wirkung auf das Cholesterin und andererseits wegen seiner antioxidativen Wirkung.
7. PROBIOTISCHE WIRKUNG VON SPIRULINA
Es wurde gezeigt, dass durch die Zuführung von 5% Spirulina die Anzahl von Laktobazillen im Darm von Ratten um einen Faktor von 3 erhöht wird. Spirulina hat somit eine positive Wirkung auf das Gleichgewicht im Darm, da es Bakterien begünstigt, die für unseren Organismus nützlich sind (siehe Studie 84).
8. SPIRULINA UND DIABETES, FETTLEIBIGKEIT UND BLUTHOCHDRUCK
Es wurde nachgewiesen, dass ein löslicher Teil von Spirulina die Nüchternglukose senkt, während ein unlöslicher Teil den Blutzucker nach einer Glukosebelastung verringert (siehe Studie 88). Andere Studien kamen zu ähnlichen Ergebnissen (siehe Studie 78-79).
In einer klinischen Studie mit 15 Diabetikern konnte bei den Patienten ein erheblicher Rückgang der Nüchternglukose nach 21 Tagen Spirulina-Zuführung von 2 g/Tag beobachtet werden (siehe Studie 83).
In einer Doppelblindstudie mit Placebos wurde festgestellt, dass eine Zuführung von 2,8 g Spirulina 3-mal täglich über einen Zeitraum von 4 Wochen eine statistisch signifikante Verringerung des Körpergewichtes von Übergewichtigen zur Folge hatte (siehe Studie 89).
Spirulina hat sich darüber hinaus bei Ratten als wirksames Mittel gegen Bluthochdruck erwiesen (siehe Studie 90).
9. SPIRULINA UND SCHWERMETALLE
Bei Ratten mit hohem Quecksilberspiegel war eine Erhöhung des Harnstoff- und Kreatininspiegels festzustellen, zwei Werte, die von der Nierentätigkeit abhängig sind. Mit der Ergänzung ihrer Nahrung durch 30% Spirulina verringerten sich diese Werte erheblich. Eine ähnliche Verbesserung wurde mit einer Ernährung auf Basis von Spirulina bei Ratten festgestellt, die mit drei Medikamenten behandelt wurden: Para-aminophenol (schmerzstillendes Mittel), Gentamicin (Antibiotikum) und Cis-dichlorodiamino-platin (Anti-Krebs-Mittel) (siehe Studie 93).
In weiteren Studien über die schützende Rolle von Spirulina bei Bleivergiftungen ergab sich eine erhebliche Verlängerung der Lebenszeit von Mäusen, die auf Basis von Spirulina ernährt wurden (siehe Studie 95).
10. SPIRULINA UND STRAHLENSCHUTZ
Die Wirkung von Spirulina als Strahlenschutz wurde ebenfalls an Mäusen untersucht. Hier konnte eine erhebliche Verringerung der Auswirkungen von Gammastrahlen beobachtet werden. Ungeachtet dessen, ob die Behandlung vor oder nach der Strahlenaussetzung stattfand, wurde dieselbe Schutzwirkung festgestellt. Die Urheber der Studie kamen zu dem Schluss, dass die schützende Verbindung wahrscheinlich als stabilisierender Faktor auf die DNA wirkt (siehe Studie 57).
11. SCHLUSS
Selbst wenn die Anzahl der Studien an Menschen noch unzureichend ist, steht die positive Wirkung von Spirulina auf die Gesundheit inzwischen außer Frage.
Diese Wirkung ist besonders interessant für die Regulierung des Immunsystems, für die Vorbeugung vor bestimmten Krebsarten, bei Virusinfektionen und für die Senkung des Cholesterinspiegels.
Dies ist umso interessanter, als der Anbau von Spirulina kontrolliert vonstatten geht und Spirulina sich als vollkommen unschädlich erwiesen hat.
Quelle: Journal of the American Nutraceutical Association Vol. 5, No. 2, Spring 2002
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